Yogaschule Heinz Grill, Veringenstadt : Seminar am 05.07.2026

Wir möchten hinweisen auf eine Veranstaltung zum Thema Die Entwicklung des Herzzentrums.

Näheres finden Sie hier.

Die Untrennbarkeit von Gedanken, Worten, Werken, jeglicher Arbeit von ihrem Urheber

Wir leben in einer Zeit der rasanten Ent-Persönlichung und Ent-Individualisierung. In diesem Artikel werden Zusammenhänge der Entstehung dieses Phänomens und seine Folgen diskutiert, für Betroffene und für die Gesellschaft. Woran erkennt man Ent-Individuali­sie­rung? Wie kann der Einzelne Individualität fördern?

In unserem heutigen Alltag wird Individualität immer weit reichender eliminiert. Damit einher geht die rasant zunehmende Digitalisierung und der Einsatz von künstlicher Intelligenz in vielen Lebensbereichen. Mit digitalen Systemen werden einerseits Erleichterungen, andererseits bloße Annehmlichkeiten geschaffen.

Erleichterungen sind wichtig und wertvoll, wenn z.B. die elektrische Bedienung eines Tores im Krankheits- oder Altersfall eine Handbedienung ersetzt. Wo ist jedoch die sinnvolle Grenze? Wann lässt der einzelne, wenn er sich mit (viel) digitaler Technik umgibt, zu viele Annehmlichkeiten zu? Welche negativen Folgen entstehen? Werden Digitalisierung und KI genutzt, um den einzelnen insgesamt abhängiger zu machen und ihn seiner Fähigkeiten zu berauben?

Teil 1 : Ent-Individualisierung beraubt den Menschen im Innersten

Zwei Beispiele aus dem Berufsleben

Eine Art Entwurzelung am Arbeitsplatz in großen Unternehmen stellt der tägliche Wechsel eines jeden Arbeitsplatzes in Bürogebäuden dar. Arbeitsplätze in Unternehmen sind oftmals nicht mehr fix. Der Mitarbeiter kommt morgens ins Unternehmen, und bekommt einen Sitzplatz – mit Computer und Telefon – zugewiesen. Jeden Werktag klappt man als Arbeitnehmer den Computer an einem anderen Arbeitsplatz auf. Zusätzliche Arbeitsmaterialien wie Ordner oder Sachbücher im Regal zu haben wird als veralteter und antiquierter Arbeitsstil angesehen und ist entsprechend eliminiert worden. Alle Materialien müssen digital zur Verfügung stehen. Außerdem können persönliche Gegenstände nicht mehr am Schreibtisch stehen bleiben, sondern müssen jeden Tag mit umgezogen werden.

Auch die Art und Weise, wie Arbeitsplätze beschaffen sind, lässt teilweise zu wünschen übrig. Es ist anerkannt, dass Arbeitsplätze einer gewissen Weite und Helligkeit bedürfen. Geräuschkulissen und ungünstige Belüftung durch Klimaanlagen können sich in Großraumbüros störend auswirken.

Quelle Foto: pxhere.com

Wie kann die äußere Raumgestaltung dem Empfindungsleben des einzelnen günstig entgegengehen? Und wie kann der Einzelne nach besten Möglichkeiten sein Umfeld mitgestalten?

Von ehemals begrenzter Nutzung zu ubiquitärem Übermaß digitaler Systeme

Elektronische Systeme übernehmen in immer größerem Ausmaß unsere Arbeit, ja sogar unsere Handgriffe – seien sie alltäglich, seien sie winzig oder seien sie umfassend oder von der Wirkung her weitreichend. Dieser Trend steigert sich seit Jahrzehnten. Früher waren automatisierte Vorgänge vor allem auf Fabriken beschränkt. Dann zog Automation immer stärker ins gesellschaftliche Leben ein. Man denke an die Erleichterung durch Aufzüge und Rolltreppen, z.B. an Bahnhöfen oder Flughäfen.

Heute hat die Automation in jedes individuelle Leben Einzug gefunden. Ein Beispiel ist Smart Home, bei dem die elektronische Steuerung von unterwegs beginnt, wenn man ein heimisches Gerät aus der Ferne schaltet und nicht erst, wenn das eigene Garagentor auffährt.

Ein weiteres Beispiel ist der große Anteil des gesamten Bezahlvorgangs. Dieser läuft heute über Karten oder Smartphones ab und droht das Bargeld vollständig zu verdrängen. Vor Jahren lag der Fokus der Kartenzahlung eher auf größeren Einkaufssummen, was der Vergangenheit angehört. Der Einkauf beim Bäcker wird oftmals elektronisch bezahlt. Man scheint wie aus der Zeit gefallen, wenn man für tägliche Verrichtungen Bargeld in der Tasche hat. Sei es modern, sei es einfach nur praktisch: Sehr viele Bürger sind nurmehr mit Karten bzw. Smartphone unterwegs. Immer mehr öffentliche Einrichtungen wie z.B. Parksysteme sind nurmehr elektronisch bezahlbar.

Ein anderes Beispiel betrifft das Autofahren. Elektronik und künstliche Intelligenz haben sich in vielen Stufen sozusagen bis hin zum Fahrer selbst vorgearbeitet. Kleine praktische elektronische Einrichtungen im Fahrzeug, durch die der Fahrer seine Aufmerksamkeit beim eigentlichen Fahrvorgang halten konnte, wurden über Jahrzehnte immer stärker ausgebaut und erweitert. Heute ist es umgekehrt: Nicht die Erleichterung steht für den Fahrer im Vordergrund. Von überbordender Elektronik wird der Fahrer erheblich, teils gefährlich abgelenkt. Darüber hinaus kann der Freiraum, der durch den Fahrassistenten entsteht, den Fahrer zu Nebenbeschäftigungen verleiten.

Künstliche Intelligenz im Gesundheitsbereich nimmt dem Menschen immer mehr Urteilsfähigkeit ab

Künstliche Intelligenz soll auch die gesundheitliche Entwicklung über Jahre prognostizieren können, 1). Aber ganz vorne steht die ebenso interessante wie lebenswichtige Frage: Warum sollten das nicht Ärzte und Ärztinnen wie auch Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen weltweit durchführen?

Im Gesundheitsbereich gibt es das bekannte Beispiel, dass Herz-Kreislauf-Messgeräte uns in allen Lebenslagen Kenndaten liefern. Und hier kommt sogleich die zentrale Frage: Warum trainieren wir uns nicht selber, auf unseren Körper und seine Zeichen zu lauschen? Warum trauen wir einer Apparatur am Handgelenk mehr zu als unserer eigenen Wahrnehmung und Einschätzung, unser Befinden zu beurteilen? So zeigt sich auch hier die fortschreitende Entmündigung des Menschen – man möchte vielmehr sagen es zeigt sich eine Grund-Entwürdigung jedes einzelnen Bürgers.

An solchen Beispielen, die teils nachvollziehbare Erleichterungen mit sich bringen, erkennt man, wie wach der Bürger sein muss, damit er klar unterscheidet, welche digitalen Möglichkeiten er nutzen will bzw. muss, und auf welche er bewusst verzichtet.

Zunehmender Verlust von eigener Wahrnehmung, Urteils- und Gestaltungsfähigkeit geht mit steigender Angst vor Individualität einher

Die beschriebenen Phänomene sind nur Beispiele, dass der Bürger unserer Zeit mit steigender Digitalisierung und künstlicher Intelligenz von eigenen Wahrnehmungen immer mehr Abstand nimmt, und diesen immer weniger traut.

In fortschreitenden Stufen eines inneren Abbaus gehen dem Menschen Werte wie Selbstvertrauen, Urteilsfähigkeit und eigenständige Gestaltungskraft verloren. Es entwickeln sich zwangsläufig Ängste, in steigendem Ausmaß und ungerichtet.

Solche Verluste im Innenleben begünstigen Skepsis gegenüber denjenigen, die solchen Trends nicht folgen und sich realer durchs Leben bewegen. Skepsis kann ausarten in Ablehnung und gar in Feindseligkeit gegenüber „Andersdenkenden“ : Begegnet man einem Menschen, der diese „Fortschritte“ nicht mitlebt, sondern sich selbsttätig im Leben erhält, wirkt das schnell bedrohlich auf den zurück, der sich den beschriebenen Erleichterungssystemen – Beherrschungssystemen – mehr oder weniger unterworfen hat. Leider übersieht er, dass er selber an Individualität eingebüßt hat und diesen erlittenen Mangel nicht erkannt und durchdacht hat, sondern im Gegenteil dem anderen sein „Anderssein“ regelrecht anlastet. Nach dem Motto: Der, der auf Schmutz hinweist gilt als viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht (U.a. Kurt Tucholsky wird dieser bekannte Ausspruch zugeordnet: In Deutschland gilt der, der auf Schmutz hinweist als viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht.)!

Manch ein Bürger will nicht mehr selber denken – KI bzw. seine „Hintermänner“ reiben sich die Hände

Eine erschreckende Beobachtung, die wir in allen Lebensbereichen machen, ist dass immer mehr Erwachsene immer weniger selbstständig denken wollen. Bei Menschen im (Vor-)Ruhestandsalter kann man die sinngemäße Haltung antreffen: Warum sollte ich selber denken, das brauche ich in meinem Alter nicht mehr. Wie wirkt sich diese Haltung auf uns selber aus, und auf unsere Umgebung?

Seit Jahrzehnten hat in steigendem Ausmaß die Emotionalisierung das Feld übernommen: Bernd Klane hat es als Einführung in einer Broschüre 2) sinngemäß beschrieben: …Tagsüber arbeiten wir häufig einseitig intellektuell (einseitig überlastet), abends überlassen wir „zum Ausgleich“ den Emotionen das Feld….

Eine zunehmende Schwächung und innere Verarmung des Bürgers war und ist die Folge dieses Geschehens, mit deutlicher Zunahme von psychischen und physischen Krankheiten. Das Gesundheitssystem der BRD kann bereits heute die Krankheits- und Ausfallzeiten, die steigende Zahl von Frühpensionierungen nicht mehr bewältigen.

Teil 2 : Das Ich im Menschen

Alle Arbeiten, Leistungen, Erfindungen, Tätigkeiten sind nicht von ihrem Urheber zu trennen

Verschiedene Beispiele wollen aufzeigen, wie eng eine jede Tätigkeit, eine Erfindung, ja sogar jeder Gedankengang in Wirklichkeit mit dem jeweiligen Urheber in Verbindung stehen. Beginnen wir mit allseits bekannten Beispielen.

Für technische Erfindungen ist es bekannt und üblich, dass diese für einen Zeitraum ein Schutzrecht in Form eines Patents erhalten, welches eindeutig dem Urheber zugeordnet ist. Das Patent wird auf den Namen des Erfinders eingetragen – in einem eigens dafür vorgesehenen Patentamt.

Auch die Naturwissenschaften bieten reichlich Gelegenheit, auf dieses schöne Phänomen der Untrennbarkeit einer Leistung von ihrem Urheber aufmerksam zu werden:

Entdeckungen bzw. Theorien wie das Bohrsche Atommodell, die Boltzmann-Konstante oder das Plancksche Wirkungsquantum sind bereits durch die Namensgebung untrennbar mit ihren Entdeckern verbunden. Die Debye-Hückel-Theorie lassen die Entdecker, den niederländischen Physiker und Chemiker Peter Debye und den deutschen Chemiker und Physiker Erich Hückel erkennen.

So kann es den Schüler im Unterricht befeuern, wenn der Lehrer nicht nur das Bohrsche Atommodell erklärt, sondern auf Stationen des interessanten Lebens des dänischen Physikers Niels Bohr eingeht, der nicht nur ein Denker mit Intuition, sondern auch ein großartiger Pädagoge war. Bohr gründete das Institut für Theoretische Physik in Kopenhagen (heute Niels-Bohr-Institut) und brachte dort mehr als ein Jahrzehnt bis vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs Physiker aus aller Welt zusammen. Dort wurde nicht nur mental intensiv gearbeitet: Sport, Wandern und Naturerleben waren wesentliche Bestandteile des lebendigen Institutslebens 3).

Jeder pädagogischen Lehrkraft ist bekannt, wie wesentlich im Unterricht die Verbindung eines Lehrsatzes mit dem jeweiligen Entdecker ist. So behält auch der Schüler oder Student die Van-der-Waals-Kräfte leichter, wenn er von deren Entdecker, dem niederländischen Physiker Johannes D. van der Waals ein wenig erfährt. Der pythagoräische Lehrsatz in der Mathematik wird Pythagoras von Samos aus der griechischen Antike zugeschrieben, der eine philosophisch-mathematische Schule begründete – was zu einem mehr oder weniger wahrnehmbaren, leisen Aufhorchen beim Schüler Anlass gibt.

Im Gesundheitswesen weist die Kneipp-Therapie eindeutig auf ihren Erforscher und Begründer Sebastian Kneipp hin. Durch die Namensgebung kann der Interessierte über den Pfarrer Sebastian Kneipp nachlesen und in Kontakt mit diesem unermüdlichen Forscher und Autodidakten kommen, der sich auch wehrhaft gegenüber jeglicher Verunglimpfung seiner Forschungsergebnisse seitens der Kirche verhielt.

Viele große Beispiele in der Kunst lassen sich zu der wunderbaren Einmaligkeit von Schaffendem und Geschaffenem finden. Die Sinfonie Pastorale, Ludwig van Beethovens 6.Sinfonie, ist von v.Beethoven nicht wegzudenken. Wie könnte man Die Bürgschaft nicht Friedrich Schiller zuordnen? Sieht man das Gemälde der Sixtinischen Madonna von Rafael erstmals und hat bereits andere Werke von ihm betrachtet, kann man Rafael als Schöpfer dieses Werkes erahnen.

Auch in der internationalen Politik ist die Untrennbarkeit der Ziele und ggfs. ihre Umsetzung nicht vom Akteur zu trennen. Man denke an Perestroika und Glasnost, die Michail Gorbatschow und Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen theoretisch eingeführt und in Umsetzungen geführt hatten. Seit Jahrzehnten bekannt sind auch die vielen Bemühungen um einen Staat Palästina, neben dem Staat Israel – die Zwei-Staaten-Lösung, die mit dem israelischen Premier Jitzchak Rabin und dem Vorsitzenden der PLO Jassir Arafat mit weiteren Vermittlern Mitte der 1990-Jahre im Oslo-Friedensprozess gipfelten und weltweite Hoffnung auf eine Befriedung des Nahen Ostens auslösten.

Als letztes Beispiel seien Bergsteiger mit ihren Leistungen herangeführt. Liest man in einem Buch übers Mont-Blanc-Massiv, kommt dem Leser der Bonatti-Pfeiler entgegen. Der Bonatti-Pfeiler bleibt untrennbar mit der Allein-Erstbegehung der Petit Dru im Mt.Blanc-Massiv durch Walter Bonatti 1955 verbunden, nachdem er und Kameraden dort zwei Erstbegehungsversuche abbrechen mussten. Liest man bei den Walliser Alpen übers Matterhorn, kommt einem besonders der Name Jean-Antoine Carrel mit seinen zahlreichen Alleinbegehungen auf unterschiedlichen Höhen am Matterhorn, und seiner Erstbesteigung im Team über den Lion-Grat, den SW-Grat im Jahr 1865 entgegen. Das Rifugio Carrel auf dem Lion-Grat des Matterhorns ist ihm gewidmet. Der oder die Entdecker einer Route am Berg, insbesondere die Erstbegeher bleiben in der Regel auch namentlich verbunden.

Wirkung eines Werkes auf das Umfeld

An solch berühmten Beispielen bemerkt der Einzelne, wie bewusst, wie stark oder deutlich sein eigenes Gedankenleben, Empfindungsleben und vielleicht sogar sein tätiges Leben durch großartige Vorbilder mit ihren Werken angeregt wird. Anhand solch großer Schöpfungen kann man erleben, dass diese über den Tod ihres Schöpfers hinaus anregend weiterwirken.

Außerdem bemerkt man, dass es der eigenen Aktivität bedarf, das einmal geschaffene Werk wieder neu zu beleben: Das Nachvollziehen einer musikalischen Komposition, eines Gemäldes, eines Gedichts oder einer Bergtour belebt die ursprünglichen Gedanken und Taten. Man wird diese Wechselbeziehung, die entsteht, bemerken können – zumal man sich auch für den Urheber zu interessieren beginnt, und für die jeweilige Zeit mit ihren spezifischen Gegebenheiten.

Damit wird deutlich, dass das eigenaktive Beziehung-Aufbauen zentral wichtig ist. Wie wirkt wohl dieses Beziehung-Aufbauen gesundend auf einen selber zurück, und nach außen auf die Umwelt? Welche gesundenden Eigenschaften, Auswirkungen lassen sich erkennen? Wie wirkt im Gegensatz dazu das „Information haben, sammeln oder benutzen“? Eine detaillierte Unterscheidungsbildung zu diesen Fragen sei dem Leser überlassen. Der Unterschied jedenfalls ist „wie Tag und Nacht“.

Die Abtrennung einer Person von ihrer geleisteten Arbeit geht mit entsprechend großem Schaden einher

Nicht nur bei berühmten Persönlichkeiten, auch im Alltag jedes einzelnen Menschen zeigt sich dieses Phänomen: Manch ein Erwachsener erinnert aus der Zeit seiner Schuljahre Lehrer, die ihm großes Vorbild waren. Meist waren solche Lehrer sowohl fachlich als auch pädagogisch in hohem Maß kompetent und konnten durch ihr Interesse an Lebensthemen und ihre Selbsterziehung den Schülern Lerninhalte vergleichsweise leicht und freudig nahe bringen.

Tatsächlich kann keine Arbeit, die ein Mensch ausführt, von dem Ausführenden selber getrennt werden. Man mag argumentieren, es gäbe viele Arbeitsplätze, die man beliebig besetzen könne, der Ausführende wäre austauschbar. In der äußeren Realität kann selbstverständlich ein Arbeitnehmer entlassen und durch einen anderen ersetzt werden. Damit ist aber nur die äußere Ebene des Lebens benannt. Die innere seelische Realität jedes Einzelnen, z.B. seine Haltung, die sich in Gedanken, innersten Regungen und Wünschen ausdrücken kann, bleibt mit solch begrenzter Menschenkunde unerkannt und unberücksichtigt.

Eifersucht und Neid können zu Verleumdungen, Intrigen und anderen Schädigungen gegenüber Persönlichkeiten führen

Und wie es sich ergibt und man nicht lange danach suchen muss, finden sich in der Historie nicht wenige Leben von Wissenschaftlern, Ärzten, Philosophen, Künstlern, Politikern usw., die aufgrund ihrer oftmals bahnbrechenden Entdeckungen und Taten verworfen, verleumdet, durch Intrigen aus ihrem Berufsstand entfernt und teils sogar ermordet worden sind. Man denke z.B. an Jitzchak Rabin, den 1995 ermordeten israelischen Ministerpräsidenten. Bei politischen Morden werden der Öffentlichkeit nicht selten Einzeltäter präsentiert: Bekannt ist die Erzählung vom „verrückten Einzeltäter“ Lee H. Oswald anlässlich der Ermordung von J.F. Kennedy, erwiesen ist der Mord durch Regierungskreise der USA selber, 4).

Philosophie und Geistforschung müssen sich darüber hinaus mit Anschuldigungen des Ketzertums, der Sektenbildung auseinandersetzen

Im Bereich der Philosophie oder gar der Metaphysik, der Geisteswissenschaft, werden Verleumdungen, Hetzkampagnen und Intrigen um so härter. Verleumdungs- und Hetzkampagnen richten sich insbesondere gegen Spiritualität und nicht gegen „westlichen Konsum-Yoga“. Ganz im Gegenteil kommt manchem Kirchenvertreter der Konsum-Yoga im Zeitgeist Zupass: Die Kirchen können ihn in ihre Vorhaben assimilieren und integrieren – für den unerfahrenen Praktizierenden extrem schwierig erkennbar und durchschaubar.

Das liegt einerseits an der für Unbeteiligte und Ungeschulte nicht erkennbaren Gedankenführung und Logik spiritueller Schriften. Andererseits wird eine Irrationalität von Verleumdungen schwieriger zu durchschauen. Angriffe kommen nämlich nicht nur von fachlichen Kollegen, sondern ganz besonders von sog. Sektenbeauftragten. Die Sektenverfolgung, die ehemals Ketzerverfolgung genannt wurde, nahm insbesondere bei weisheitsvollen Persönlichkeiten ihren dramatischen Verlauf. So muss sich der Einzelne mit der Historie von Konfessionen befassen. Die eigenständige Unterscheidung zwischen Religion und Konfession ist bedeutungsvoll.

Der Kritiker gegenüber Geistforschung muss sich selbstständig in Geistforschung üben, um fundiert urteilen zu können

Jeder Mensch kann dem Ursprung seiner Individualität durch die Geisteswissenschaft nahe kommen, durch das Kennenlernen und Studium seelisch-geistiger Gedanken bzw. Schriften. Wohlgemerkt ist Geisteswissenschaft weder „abgehoben“ noch „überflüssiger Lebensluxus“: Geisteswissenschaft behandelt die elementaren, die grundsätzlichen Lebensfragen und -themen mit ihren Zusammenhängen. Als zeitaktuelle Beispiele können die vielseitig ausgearbeiteten spirituellen Impulse von Rudolf Steiner mit der Anthroposophie und Heinz Grill mit dem Neuen Yogawillen dienen. Gleichwohl ist ein ernstzunehmendes Eigenstudium anspruchsvoll.

Eine Auseinandersetzung im Rahmen der Geisteswissenschaft erfordert nicht nur den Intellekt, wie das aus dem herkömmlichen, universitären Umgang mit Wissenschaft bekannt ist. Ein solches Eigenstudium in Originalschriften benötigt die gesamten Seelen- oder Bewusstseinskapazitäten des Menschen, die gepaart mit Fleiß, Ausdauer, Unbeirrbarkeit und Zielstrebigkeit erweiternd auf die Seele zurückwirken. Vorschnelle Urteile zurückzuhalten und anzuerkennen, dass die eigenen Seelenkräfte noch nicht ausreichend befähigt sind, um fundiert urteilen zu können, sind elementare Bausteine auf dem Weg.

Wollte man spirituelle Inhalte mittels künstlicher Intelligenz wiedergeben, entstünde eine gruslige Verzerrung, eine für den Ungeschulten nicht erkennbare Entstellung.

Die Verleumdung von Spiritualität schädigt jedes Individuum

Eine Trennung von geisteswissenschaftlicher Forschungsarbeit und Gedanken von der betreffenden Persönlichkeit, die diese Gedankengänge formuliert und darüber hinaus im tätigen Leben ausgestaltet hat, ist selbstverständlich unmöglich 5).

Kampagnen gegen Spiritualität wirken im Ausmaß extrem schädlich. Sie schädigen nicht nur die Person selber oder deren gegründete Hochschulen und Institute. Solche Angriffe schädigen tatsächlich die Individualität eines jeden Menschen im Innersten und damit schädigen sie jede Individualität. Die Schädigung für das individuelle Bewusstsein wird dann vergleichsweise groß, wenn die Verleumdungen vom Einzelnen nicht erkannt, durchschaut und an den betreffenden Stellen zurückgewiesen werden.

Trennung von Mensch und Werk – Schwächung des Individuums

Blickt man auf die beschriebenen Gedanken und Geschehnisse, stellt man unweigerlich eine Schwächung in der Persönlichkeit des einzelnen fest. Derjenige, der von einer Ent-Persönlichung – beispielsweise durch Ersatz seiner Arbeitsleistung durch KI-Robotik – betroffen ist, wird im Innersten seiner Person eine Schwächung erleiden. Diese Schwächung kann sich vielseitig äußern, z.B. in Depressionen, Verzweiflung oder in Kompensationshandlungen. Sie wirkt um so stärker auf den Betroffenen zurück, je weniger er den Hergang selbstständig durchdenkt, durchschaut und im besten Fall zurückweist.

Am meisten aber werden diejenigen Personen eine Schwächung im Innersten erleiden müssen, die sie durchführen – und je absichtsvoller sie diese vorantreiben, um so schädigender für diese Menschen selber. Dies ist eine Sicht auf das Innerste des Lebens 6). Im äußeren Geschehen verschaffen sich solche Menschen überall Vorteile, unter Benutzung und zum seelischen Schaden anderer. Das Nutzdenken steht auf extremste Art und Weise im Vordergrund. Jedoch im Inneren des Lebens entsteht durch eine absichtsvolle Trennung von Mensch und Werk die Schwächung der Persönlichkeit am Eklatantesten beim Verursacher selbst.

Trennung und mögliche Heilung

Jeder kann krankmachenden Zeiterscheinungen und allgemein innerem Abbau selber entgegentreten, indem er sich mit Idealen befasst, die persönliche Anliegen und Interessen überschreiten. Wer sich z.B. mit der dauerhaften Verbundenheit von Urheber und Werk beschäftigt, stärkt nicht nur sein eigenes Wertgefühl, sondern erhält die Würde des Menschen als solche. Er wird dann auch Digitalisierung im Alltag sinnvoll einsetzen, ohne dem seelischen Abbau unterliegen zu müssen.

Anhang:

1)  Künstliche Intelligenz sagt Krankheitsrisiken für mehr als ein Jahrzehnt voraus  Autor Stefan Parsch, Berliner Zeitung online, 25.10.2025

2) Die Ordnung der Seelenkräfte im Yoga, Autor Bernd Klane, Broschüre 2018 im Eigenverlag

3) NIELS BOHR Physiker und Philosoph des Atomzeitalters  Autor Ernst Peter Fischer, Siedler Verlag 2012, Kapitel: Das Haus, das Bohr baute und Das Zeitalter der Unschärfe Autor Tobias Hürter, Klett-Cotta 2.Aufl. 2021, Kapitel: München 1914-Auf Tournee mit dem Atom

4) Imperium USA  Autor Daniele Ganser, Westend Verlag 2020, Kapitel 9: Die Ermordung von Präsident Kennedy

5) Website von Heinz Grill, Artikel Vorsicht Sekte – Teil 2   Autor Heinz Grill, 12.09.2025, Beginn im 2. Absatz, Auszug:

…..Viele Menschen fordern heute, man müsse alle geistige Forschungsarbeit anonym halten, ohne Namensbenennung, und jede Form der Auseinandersetzung so allgemeingültig wie nur möglich darlegen. Der Hirte soll die Böcke und die Schafe nicht mehr unterscheiden. Es sei bereits eine Persönlichkeitsrechtsverletzung, wenn jemand eine Auseinandersetzung mit einem Werk wage oder sich zu öffentlich getätigten Aussagen kritisch äußere. Andeutungen, Suggestivfragen und pauschalisierende Verdammungssprüche seien gefragt, aber man müsse immer allgemein bleiben und es dürfe sich niemand persönlich angesprochen fühlen. Alle Meinungen sollten unter dem Gebot der Toleranz unreflektiert das nichtssagende Podium weltlicher Öffentlichkeit überschwemmen.

Diese Entwicklung der Meinungsbildung mit allerlei Suggestionen und einer Anonymisierung ist heute sehr modern geworden und zerstört das schöne Konzept von adhikāra 1) , das in anspruchsvollen spirituellen Schulen des Yoga und allgemein der orientalischen Philosophie noch gepflegt wird.

……

Erläuterung der Fußnote im Originalartikel

6) Website von Heinz Grill, Artikel Vorsicht Sekte – Teil 2   Autor Heinz Grill, 12.09.2025

 

Manipulation erkennen – freier denken

Vortrag und Gespräch am 29.04.26 in der VHS Albstadt

So viele Medien mit so vielen Informationen jeden Tag! Wer Grundlagen der Manipulationstechniken kennt, lässt sich im Gespräch oder von „Nachrichten“ nicht so leicht überrumpeln. Er hat sein Denken frei für die eigenen Erkenntnisse und Anliegen.
Wir blicken mit Noam Chomsky’s und weiteren Erkenntnissen auf aktuelle Beispiele.

Vortrag und Gespräch

Termin: 29.04.26  Uhrzeit: 19:00 – 21:00

Referent: Bernd Klane, selbstständiger Ingenieur für Energie- und Verfahrenstechnik, Hochschuldozent, Yogalehrer

Gebühr 12,50 Euro

Ort: VHS Albstadt

Veranstalter:  VHS Albstadt, um Anmeldung wird gebeten.

 

Rund um Gestein und Gebirge der Alpen

Lichtbild-Vortrag am 22.04.26 in der VHS Albstadt

Wir durchwandern unterschiedliche Gebirgsregionen und Höhenzonen in den Alpen. Wie erleben wir wesentliche Gesteinsarten, und wie formen sie die einzelnen Gebirge und Landschaftszüge? Wie stehen Bewaldung und Tierleben damit in Verbindung?

 

Vortrag und Gespräch

Termin: 22.04.26  Uhrzeit: 19:00 – 21:00

Referentin: Ursula Klane, Geoökologin, Bergwanderführerin

Ort: VHS Albstadt

Gebühr 12,50 Euro

Veranstalter:  VHS Albstadt, um Anmeldung wird gebeten.

 

Grüner Strom – woher und wofür ?

Vortrag am 15.04.26 in der VHS Albstadt

Als Gesellschaft investieren wir intensiv in eine Versorgung mit grünem Strom, auch für Heizung und Mobilität. Was ist gerade im Gang, und worauf soll der einzelne Verbraucher bauen, um sich von Ungewissheiten der Zukunft unabhängig zu halten? Was hinterlassen wir nächsten Generationen? Diese Überlegungen bekommen Substanz und werden für jeden greifbarer.

Vortrag und Gespräch

Termin: 15.04.26  Uhrzeit: 19:00 – 21:00

Referent: Bernd Klane, Energie-Ingenieur, Unternehmer, Hochschuldozent für Erneuerbare Energien

Ort: VHS Albstadt

Gebühr: 12,50 Euro

Veranstalter :  VHS Albstadt, um Anmeldung wird gebeten.

 

Reise durch Täler und Gebirge der Alpen

Lichtbild-Vortrag am 27.03.26 im Wohnstift am Stettberg, Balingen

Auf Höhenwegen und durch Täler und Städte reisen wir in diesem Lichtbild-Vortrag durch Randzonen der Alpen als auch durch Zentral- und Westalpen. So begegnen wir den Besonderheiten der jeweiligen Region und lernen diese differenziert kennen.

 

Termin: 27.03.26  Uhrzeit: 15:00 – 16:00

Referentin: Ursula Klane, Geoökologin, Bergwanderführerin

Ort: Wohnstift am Stettberg, Balingen, Ostdorfer Str. 83

ohne Gebühr

Veranstalter : VHS Balingen, um Anmeldung wird gebeten.

 

Die Wirbelsäule – zentrale Achse der Persönlichkeit

asana-Workshop am 09.11.2025

Die Wirbelsäule ist die zentrale Achse jedes Menschen. Im Idealfall kann sie sich leicht und elegant aufrichten. Sie sollte einerseits flexibel sein, und andererseits ausreichende Stabilität gewähren.

Einseitig sitzende und stehende Tätigkeiten führen zu Beeinträchtigungen der Aufrichtung und schränken im weiteren Verlauf das Wohlbefinden ein. Aber auch das Bewusstsein oder vielmehr ein Mangel im Bewusstsein wirken sich schließlich nachteilig auf die leichte Aufrichtung der Wirbelsäule aus. Bekannt und häufig vorkommend sind Überlastungen im Bereich der Lenden- und der Halswirbelsäule.

In diesen Stunden blicken wir zunächst anatomisch auf den Bau dieser eleganten Säule. In einer Erweiterung blicken wir auf das Bewusstsein des Menschen, das unmittelbar mit der Wirbelsäule in Verbindung steht, und wollen unser Verständnis vertiefen.

Damit es nicht theoretisch bleibt, üben wir dynamische asana (Körperübungen) und lernen die Zusammenhänge praktisch kennen.

Das Seminar ist für Anfänger und Geübte geeignet.

Termin: 09.11.2025  Uhrzeit: 10:00 – 12:30 und 14:30 – 17:00

Anmeldung bis 05.11.2025

Seminarbeitrag: 60 Euro

Information und Leitung: Bernd Klane und Ursula Klane

 

Vermächtnis von J.W. von Goethe

Kein Wesen kann zu nichts zerfallen,
Das Ew’ge regt sich fort in allen,
Am Sein erhalte dich beglückt!
Das Sein ist ewig, denn Gesetze
Bewahren die lebend’gen Schätze,
Aus welchen sich das All geschmückt.    . . .

J.W. von Goethe

Gedichtinterpretation von Ursula Klane, Juni 2021

Wagen wir eine Interpretation des Beginns dieses Gedichts von v. Goethe. Das Gedicht beginnt mit einem Paukenschlag, würde man es musikalisch ausdrücken: Kein Wesen kann zu nichts zerfallen. Betrachten wir die ersten drei Zeilen:

Kein Wesen kann zu nichts zerfallen,
Das Ew’ge regt sich fort in allen,
Am Sein erhalte dich beglückt!

Diese drei Zeilen drücken eine enorm große, eine hohe Dynamik des Lebens aus. Bzw. scheinen sich große Pole gegenüberzustehen: Der sterbliche Teil am Menschen, an jeder Kreatur, und demgegenüber das Ewige, das Unvergängliche. Und in der dritten Zeile ein Aufruf:

Am Sein erhalte dich beglückt!

Diese Zeile bedarf einer genaueren Betrachtung. Was ist dieses Sein, und weiterhin die Frage, wie erhält man sich daran beglückt? Hier ist der Erwachsene in all seinen Bereichen, d.h. auch in all seinen Möglichkeiten angesprochen, mit Körper-Seele-Geist oder, wie es z.B. die Anthroposophie ausdrückt, mit dem Körper-Ätherleib-Astralleib-Ich. Dies sind nur unterschiedliche Aufgliederungen, man könnte noch weitere finden, wie der Mensch z.B. in der indischen Philosophie wieder anders umfassend benannt wird. Wir sehen, dies ist „nur“ eine Kultur- und auch Zeitfrage. Ist der Mensch im Stillen seiner Seele aufgefordert, Erkenntnisse zu den Mitmenschen, zu den Erscheinungsweisen der Natur, zu politischen, wirtschaftlichen Geschehnissen, zu Wesentlichem des Weltgeschehens zu erringen? Kann man diese Frage überhaupt stellen, ohne nicht sofort Anfeindungen ausgesetzt zu sein?

In allen Jahrhunderten lebten sog. Geisteswissenschaftler, Geistforscher, oder auch benannt als Geheimlehrer, Eingeweihte, Yogis – Persönlichkeiten also, die über die inneren Geschehnisse von äußeren Erscheinungsweisen, über tiefliegende Gesetzmäßigkeiten Kenntnis errungen hatten. Mit den inneren Ebenen sind die oben erwähnte seelische und geistige Ebene benannt. Geisteswissenschaftler kann man auf allen Tätigkeitsfeldern finden, nicht nur in der Philosophie; z.B. in der Mathematik, in der Musik, Malerei, Medizin. Aus der Antike ist der griechische Philosoph Platon ein bekanntes Beispiel, der mit weiteren Personen einen regen Austausch pflegte.

Geisteswissenschaft wirkt auf einen Teil im Menschen beunruhigend. Dieses Phänomen kann wohl jeder an sich selber wahrnehmen, der erste Schritte in eine Auseinandersetzung damit wagt. Sich über diesen Teil, der von der Tendenz her beharren will, der an einem Status-Quo festhalten will, Gedanken zu machen, ist schon ein Teil der Auseinandersetzung.

Kehren wir zurück zu dem Gedicht. In der zweiten Hälfte dieses ersten Gedichtteils wird das Sein näher charakterisiert:

Das Sein ist ewig, denn Gesetze
Bewahren die lebend’gen Schätze,
Aus welchen sich das All geschmückt.

Wiederum ist eine hohe Dynamik erkennbar, es ist die Rede von lebendigen Schätzen. Und es wird eine Ewigkeit benannt, etwas Seiendes.

Wie kann etwas ewig sein, etwas als Gesetz gelten, und gleichzeitig lebendig sein, in Bewegung? Die Dynamik und das Sein, das Ewige, erscheinen vielleicht wie ein Paradoxon.

Coronavirus-Thematik

Anmerkung: Der Text von März und April 2020 stammt in gekürzter Form von unserer ehemaligen Internetseite „Yoga in Friedrichshafen“, die seit Januar 2021 wegen Umzug nicht mehr von uns betrieben wird. Einige Details aus dem Jahr 2020 stellen wir der Vereinfachung halber auf dieser Folgeseite nicht mehr dar.

Die seit März 2020 getroffenen Beschränkungsmaßnahmen anlässlich von Coronaviren haben nicht nur äußere Auswirkungen, d.h. Auswirkungen im materiellen Geschehen wie Ausgehverbote und Geschäftsschließungen, sondern auch seelische und geistige Auswirkungen für die Bevölkerung und das Zusammenleben. Die Auswirkungen im äußeren Geschehen lassen sich in der Zukunft langfristig evtl. noch beheben.  Um Folgen, die im Seelischen, im Beziehungs- und Gemeinschaftsleben stattfinden, lindern oder beheben zu können, braucht es die Bemühung, sie zunächst in ihrer Tiefe zu erkennen und richtig zuzuordnen.

Stärkung des Immunsystems und die Rolle des Bewusstseins

Da Yoga eine ganzheitliche Gesundheit und Entwicklung des Menschen anstrebt, wollen wir in dieser Zeit nicht nur die Ausführung von den Körperübungen zur Stärkung des Immunsystems empfehlen.

Darüber hinaus – und das kommt uns derzeit wesentlicher vor – möchten wir auf eine Stärkung des Immunsystems durch Arbeiten an einer soliden Gesamtkonstitution hinweisen. Aus einer ganzheitlichen Sicht stärkt sich das Immunsystem nicht nur dadurch, dass es sich durch Kontakt mit der Außenwelt mit immer neuen Krankheitserregern konfrontieren muss.
Wie man Gesundheit aus einem ganzheitlichen Forschungsansatz heraus betrachten kann, beschreibt der Geisteswissenschaftler Heinz Grill in einem Artikel zur Corona-Situation: Die beste Immunantwort.

Immunkompetenz und Medienkompetenz wirken zusammen

Das Immunsystem stärkt sich auch dadurch, dass das Bewusstsein aktiv mitbekommt, welche Informationen es aufnimmt und welche Fremdabsichten dabei mitschwingen. Das Bewusstsein möchte herausfiltern, wie freilassend eine Information in der Tiefe wirklich ist oder im Gegensatz dazu wie manipulativ uns eine Information entgegenkommt.
Das erfordert eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Quellen, Ansichten und Sachinformationen. Dafür schlagen wir folgende Informationsquelle vor. Auf der Internetseite von Swiss Policy Research, einem schweizer Medien-Forschungsprojekt finden Sie Fakten zur Situation, die seit März 2020 in Abständen aktualisiert und ergänzt werden. Dort kommen u.a. Ärzte bzw. Wissenschaftler anderer Fachbereiche zu Wort. Zahlreiche Studien zur Behandlung und zur Letalität von Covid-19, zu post-akutem Covid-19, zur Wirksamkeit der Maskenpflicht, zu Covid-19 bei Kindern, zu Impfstoffen/Impfungen und zu weiteren wichtigen Fragen werden behandelt bzw. verlinkt.

Um die Immunkompetenz auch im Rahmen eines Filmabends zu stärken, empfehlen wir den Polit-Thriller Der Fall Collini aus dem Jahr 2019, nach dem gleichnamigen Roman von Ferdinand von Schirach. Dieser Film greift einen Justizskandal aus dem Jahr 1968 infolge des Nationalsozialismus auf (Verabschiedung des „Einführungsgesetz zum Gesetz über Ordnungswidrigkeiten (EGOWiG)“).

April 2020: Der fehlende Diskurs und zunehmende Spannungen in der Gesellschaft

Wie viele Wissenschaftler sich in den vergangenen Monaten zum Thema geäußert hatten, lässt sich leider in vielen Medien gar nicht nachvollziehen. Der gesellschaftliche Diskurs scheint unterbunden. Gerade Maßnahmen der Bundesregierung hinterfragende Stimmen werden rasch aus der öffentlichen Wahrnehmung eliminiert oder aber werden in manchen Presseorganen verzerrt dargestellt.

Ein Beispiel für das Zuwortkommen zahlreicher Wissenschaftler stellt der Artikel des Online-Magazins RUBIKON (Ergänzung: seit 2023 Manova.news) vom April 2020 dar: 120 Expertenstimmen zu Corona.
Zwei Stimmen daraus:
Zunächst möchte ich sagen, dass ich in 30 Jahren der öffentlichen Gesundheitsmedizin noch nie so etwas gesehen habe, nicht einmal annähernd so etwas. Ich spreche nicht von der Pandemie, denn ich habe 30 davon gesehen, jedes Jahr eine. Sie heißt Influenza. Und andere Atemwegsviren, wir wissen nicht immer, was sie sind. Aber ich habe diese Reaktion noch nie gesehen, und ich versuche zu verstehen, warum. (…) Druck, der auf die Ärzte des öffentlichen Gesundheitswesens und die Verantwortlichen des öffentlichen Gesundheitswesens ausgeübt wird. Und dieser Druck kommt von verschiedenen Seiten. Der erste Ort, von dem er kam, war der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), als er sagte: ‚Dies ist eine ernste Bedrohung und ein Staatsfeind Nummer eins‘, ich habe noch nie gehört, dass ein Generaldirektor der WHO solche Ausdrücke verwendet (80).
Prof. Dr. Joel Kettner, Universität von Manitoba, Kanada

Wie funktioniert die Diskreditierung und Desinformation? (…) Strategie 1: Die betroffenen Personen werden in abschätziger Weise vorgestellt (…) 2: Es werden Wörter um das Begriffsfeld ‚Lügen‘ verwendet (…) 3: Argumente werden nicht konkret genannt, sondern nur angedeutet und bewertet (…) 4: In der angeblichen Widerrede werden nur Blickwinkel oder sogar Bestätigungen gebracht (…) 5: Widersprüchliche oder seltsame Aussagen der Mainstream-Meinung bleiben unbeleuchtet (…) 6: Es werden Argumente pro Regierungslinie gebracht, die — wörtlich — nichtssagend sind (…) 7: Aussagen der betroffenen Person werden falsch oder gar nicht wiedergegeben (…) Wohl aber sehe ich als Sprachwissenschaftler, dass es Filter und Diskursmuster von Journalisten wie Lobbyisten gibt, die für die Diskussion wenig hilfreich sind, denn sie verdecken den Blick auf Argumente (63).
Prof. Dr. Joachim Grzega, Sprachwissenschaftler

Ein zweites Beispiel für die Anregung von Diskurs zum Umgang mit dem Coronavirus stellt das Positionspapier dar, welches Ende Oktober 2020 von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Prof. Hendrik Streeck, Direktor des Instituts für Virologie der Universität Bonn, Prof. Jonas Schmidt-Chanasit Leiter der Abteilung Arbovirologie am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg mit Unterstützung zahlreicher Berufsverbände deutscher Fachärzte erstellt worden ist.  Das Positionspapier bzw. die darin enthaltenen Thesen beschreiben aus medizinischer Sicht, wie ein zukünftiger und längerfristiger Umgang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 möglich sein kann. Diese gemeinsame Position von Wissenschaft und Ärzteschaft erläutert in Kürze, wie nach ihrer Einschätzung eine freiheitlich demokratische Grundordnung gewahrt bleiben kann. Das Positionspapier ist zu finden auf der Internetseite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Juli 2021: Die Notwendigkeit einer vollkommenen Freiwilligkeit, was Impfung anbelangt

Der Wissensstand und die Informationssituation rund um das Thema Impfen sind vollkommen unbefriedigend. Es besteht die Gefahr, dass das Impfen zu Corona die Gesellschaft weiterhin polarisiert bzw. sich die Gesellschaft über das Impfen weiterhin entzweit.

Folgende Videos möchten zu Information und eigenständiger Auseinandersetzung beitragen:

Kai Stuht im Gespräch mit Prof. Sucharit Bhakti (April 2021)

Stephan Wunderlich im Gespräch mit Heinz Grill (Januar 2021)

Stephan Wunderlich im Gespräch mit Dr.med. Jens Edrich (Mai 2021)

Stephan Wunderlich im Gespräch mit Dr.med. Jens Edrich (März 2021)

Im Jahr 2021 mehrten sich Studien und Berichterstattungen zu Nebenwirkungen und Wirksamkeit der neuartigen Impfungen. Seither gehen immer mehr Ärzte an die Öffentlichkeit, wie z.B. in Deutschland oder in Österreich. Die Originalschreiben finden Sie auf The European von Mitte Dezember unter Ärzte stehen auf, Deutschland und Österreichische Ärzte äußern sich kritisch gegen Impfdruck.

Januar 2022: Die Erfordernis einer vollkommenen Freiwilligkeit, was Impfung anbelangt, wird immer deutlicher

Anfang des Jahres 2022 nimmt die Kontroverse um die Impfpflicht weiter Fahrt auf. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) will die Impfpflicht in Deutschland nicht umsetzen (Berliner Zeitung Mitte Januar). KBV-Chef  Andreas Gassen äußerte: „Wir werden unseren Ärzten nicht zumuten, eine Impfpflicht gegen den Willen der Patienten zu exekutieren“. Der Ärzte-Chef sagte weiter, eine Praxis lebe vom Vertrauen zwischen Arzt und Patient. Die Praxen seien kein Ort, um staatliche Maßnahmen durchzusetzen. Stellvertreter Stefan Hofmeister fordert außerdem, eine ganz andere Diskussion zu führen. Hofmeister wird im gleichen Artikel zitiert: „Ich will endlich von Verantwortlichen hören, ab welchen Parametern wir die Corona-Maßnahmen zurückfahren. Ab welcher Impfquote hören wir denn auf, Maske zu tragen?“

Februar 2022: Offensichtliche Lüge und Vertuschung von Impfnebenwirkungen

Ende Februar 2022 war bekannt geworden, dass die BKK ProVita Alarm schlug aufgrund auffälliger Impfnebenwirkungen (Brief BKK Quelle Multipolar 05.03.2022 Impfschäden:…). Unter anderem auf Multipolar und auf den NachDenkSeiten wurde dieser Umstand dargestellt. Folgendes Zitat findet sich in dem Artikel der NachDenkSeiten:

….Man sei „hellhörig“ geworden, als immer mehr auftretende Diagnosen auf eine Impfnebenwirkung schließen ließen, gab das Springer-Blatt den ProVita-Vorstand Andreas Schöfbeck wieder. Die eingehende Untersuchung des gemeinsamen Datenpools aller BKK-Kassen beförderte dann Zahlen zutage, die „erheblich“ seien und „dringend plausibilisiert“ werden müssten. Allein in den ersten zweieinhalb Quartalen des Jahres 2021 bis Ende August sind demnach rund 217.000 von knapp elf Millionen BKK-Versicherten wegen offensichtlicher Leiden infolge einer Spritze mit den neuartigen Impfstoffen auf Basis der mRNA- und Vektortechnologie behandelt worden. Beim mit der Arzneimittelüberwachung betrauten Paul-Ehrlich-Institut (PEI) sind etwas mehr als 244.000 entsprechende Verdachtsmeldungen registriert – allerdings für das Gesamtjahr und bezogen auf mehr als 61 Millionen Geimpfte.

Drei Millionen Komplikationen?

„Unsere Analyse zeigt, dass wir es hier mit einer deutlichen Untererfassung zu tun haben“, erklärte Schöfbeck. „Gemäß unserer Berechnungen halten wir 400.000 Arztbesuche unserer Versicherten wegen Impfkomplikationen bis zum heutigen Tag für realistisch“, so der Kassenchef und weiter: „Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung läge dieser Wert bei drei Millionen.“ Damit könnten bis dato „vier bis fünf Prozent“ aller geimpften Menschen „wegen Impfnebenwirkungen in ärztlicher Behandlung“ gewesen sein. Schöfbeck sieht es als seine Verpflichtung gegenüber den Versicherten an, mit den Daten an die Öffentlichkeit zu gehen. Die gewonnenen Erkenntnisse seien „sehr weit weg von den öffentlich verlautbarten Zahlen. Es wäre ethisch falsch, nicht darüber zu sprechen.“….

Die Menschen dürfen dankbar sein, dass es Vorstände wie Herrn Schöfbeck gibt, der sich für eine rationale Zusammensetzung der in dem System der BKK ProVita erfassten Zahlen bemüht und diese nach außen kommuniziert. Herr Schöfbeck hat sich für Aufklärung der ihm vorliegenden Daten entschieden, die die Darstellungen einiger sog. Leitmedien über Impfungen bzw. Impfnebenwirkungen klar widerlegen.

März 2022: Gezielte Unterdrückung von Aufklärung?

Dem BKK ProVita-Vorstand wurde kurze Zeit später fristlos gekündigt, wie man bei Multipolar und RT lesen konnte.

In der Tagesschau vom 03.03.2022 findet man eine Meldung zu der Studie bzw. Entlassung von Andreas Schöfbeck (Link 2025 nicht mehr abrufbar) und gibt sich recht sicher, dass Herr Schöfbeck irgendeiner „Querdenker-Szene“ nahestehen muss. Z.B. am Ende des Berichts findet sich dieser Absatz:

…..Es ist nicht das erste Mal, dass Schöfbeck mit bekannten Impfgegnern in Erscheinung tritt. Für das Buch „Corona-Impfstoffe – Rettung oder Risiko“ von Clemens Arvay schrieb der damals noch Krankenkassenvorsitzende im Januar 2021 das Vorwort. Darin stellte er in Frage, ob es „ausreichend Studien zur Wirksamkeit und Nebenwirkungen“ gäbe und ob es zu verantworten sei, „so viele Menschen, ohne die Erfahrungen von Langzeitstudien zu impfen“ – Fragen, die auch immer wieder von „Querdenkern“ aufgeworfen werden.

Es ist in Deutschland ganz offensichtlich nicht mehr möglich, fundierte gesundheitsrelevante Fragen  in Hinblick auf die Erforschung von Impfstoffen – zumal als Vorstand einer Krankenkasse – zu stellen. Derart seriöse Fragestellungen werden kurzerhand einer nicht näher benannten „Querdenker-Szene“ zugeschrieben. Ein Angriff ad hominem (ein Angriff gegen die Person, ohne jegliche Auseinandersetzung mit dessen fachlichen Argumenten) wird damit vorgenommen und dieser Angriff ist die Basis dafür, dass man den Inhalten der von A.Schöfbeck und T.Lausen eingereichten Studie scheinbar nicht nachgehen muss.

November 2022: Studie zur Erforschung der Zensur und Unterdrückung eines breiten Diskurses rund um Corona und Corona-Maßnahmen

Anfang November 2022 ist eine Studie in dem Magazin Springer  veröffentlicht worden, die zu dem Ergebnis kommt, dass es seit 2020 Taktiken der Unterdrückung von andersdenkenden Ärzten und Wissenschaftlern gab bzw. gibt, welche deren Reputation und Karriere beeinträchtigte oder zerstörte, ungeachtet ihres akademischen oder medizinischen Status‘ oder ihres Bekanntheitsgrades aufgrund erbrachter Leistungen, bevor sie eine abweichende Position veröffentlichten. Anstelle eines offenen und fairen Diskurses haben Zensur und Unterdrückung eines breiten wissenschaftlichen Diskurses gefährliche, zerstörerische und weit reichende Folgen für Medizin, Wissenschaft und das öffentliche Gesundheitswesen.  Infolge das Ende des Abstracts im Original: …..In the effort to silence alternative voices, widespread use was made not only of censorship, but of tactics of suppression that damaged the reputations and careers of dissenting doctors and scientists, regardless of their academic or medical status and regardless of their stature prior to expressing a contrary position. In place of open and fair discussion, censorship and suppression of scientific dissent has deleterious and far-reaching implications for medicine, science, and public health. 

13 renommierte Wissenschaftler bzw. Ärzte aus verschiedenen Erdteilen, ausgewiesen durch ihre Kompetenz in ihrem Fachgebiet mit Forschungshintergrund und zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen wurden befragt bzw. werden anonym zitiert. Ehrverletzung, Einschüchterungstaktiken, Amtsenthebungen und nachteilige Veränderungen von laufenden Arbeitsverträgen, aggressive Vorgehensweisen mit dem Ziel, die Betroffenen auch in anderen bedeutsamen Kommissionen, in welchen sie vertreten waren, oder in ihrer Rolle als Herausgeber von Wissenschaftsmagazinen zu schädigen; zielgerichtetes Hintertreiben von Karrieren und Rufschädigungen, welche Wissenschaftler bzw. Ärzte über viele Jahre durch ihr Know-How erworben und aufgebaut hatten, sind Beispiele für das absichtsvolle Vorgehen. Manche Befragten berichteten von missbräuchlichen Nachforschungen und Aufforderungen, ihre medizinische Zulassung zu widerrufen.  Hier die ausführlichere Originalstelle am Ende der Studie unter Discussion….. The tactics used by the medical establishment also include defamation and intimidation; retraction of scientific papers after publication; dismissal or adverse changes to employment contracts; aggressive actions aimed at sabotaging other significant roles of the individual, such as participating in important committees or serving as editors of scientific journals. Some respondents reported a targeted thwarting of their careers and harming of the reputations they had built over the years, while consistently stripping them of all the positions they held. Some reported being subject to abusive formal proceedings, such as investigations and attempts to revoke their medical licenses, and in one case even being sued for a large sum of money….

Auf RT sind (waren) weitere Details und Auszüge in deutscher Übersetzung zu lesen.

September 2023: Harte Corona-Abrechnung eines Hausarztes: „Zeugnis ablegen von verborgenem Leid.“

Unter diesem Titel ist in der Berliner Zeitung von dem Berliner Hausarzt Dr.med. Erich Freisleben eine Rede vom 09.09.2023 erschienen. Diese Rede finden Sie auf der Internetseite von Dr.med. Freisleben gratis in voller Länge.

Die Rede beleuchtet die vergangenen Jahre vielseitig: Der Arzt schildert medizinische Beobachtungen der Coronaerkrankung in Wechselwirkung mit Impfung, er schildert Probleme von Impfstoffen, Probleme von Impfgeschädigten, von Ärzten und Wissenschaftlern, die aufgrund ihrer Bemühungen um einen breiten Diskurs ausgegrenzt und diffamiert worden sind, von Menschen die sich gegen Impfung verwehrt hatten und ebenfalls dafür verlästert worden sind. Er bringt die mangelnde Ethik in einem Teil der Medienlandschaft zur Sprache und greift die Problematik vollkommen unterschiedlicher Nebenwirkungsraten von Impfchargen auf mit der Frage, wie diese den Sicherheitsprüfungen entgehen konnten.

Nachfolgend ein Auszug der Rede, Beginn: …Als ich im November (Anmerkung: 2021) in einem Interview auf der Künstlerpattform „Alles Auf den Tisch“ von dreißig schweren Nebenwirkungen, nun teils andernorts Geimpfter berichtete, wurde das Video fast 700 000 Mal aufgerufen. Im Kontrast zur Stille in den Leitmedien gab es offensichtlich einen riesigen Informationsbedarf. In den Kommentaren von verzweifelten Menschen begegneten mir die gleichen Symptombilder, die ich selbst gesehen hatte. Vor meiner Praxis bildeten sich von nun an morgendlich lange Schlangen von meist jungen Patienten aus der gesamten Bundesrepublik. Sie suchten Verständnis und Hilfe, die sie vor Ort nicht finden konnten. Der Andrang nahm noch zu, nachdem mich im März 2022 zwei Redakteurinnen interviewt hatten, die das Leiden der Betroffenen erstmals mutig in einem MDR Beitrag und in der Berliner Zeitung thematisierten.

Dreihundert neue Patienten mit schweren Impfschäden konnte ich neben meiner bisherigen Praxisklientel notdürftig behandeln. 200 davon sind auf meiner Homepage dokumentiert, ebenso auch meine Berichte an die Behörden und das Verfassungsgericht. Weit über dreitausend, oft flehend oder sogar weinend vorgetragene Hilfsanfragen mussten meine Helferinnen absagen. Die verzweifelten Schilderungen der Betroffenen trieb ihnen nicht selten Tränen in die Augen. Auch Kurzvideos von neurologischen Zitteranfällen und ähnlichem wurden uns zugespielt. Aber unsere Kapazität war bei bestem Willen längst überfordert. Als Trost und Hilfeversuch sandte ich den Abgewiesenen ein Informationsblatt für ihre Hausärzte zu, welches meine bisherigen Kenntnisse über Diagnose und Therapie zusammenfasste. Die Schicksale der Mütter, die plötzlich ihre Kinder nicht mehr versorgen konnten, die gebrochenen Lebensläufe so vieler jungen Menschen und nicht zuletzt auch der rapide Verlust der Selbstversorgungskompetenz einiger Hochbetagten, die bisher kaum fremde Hilfe in Anspruch genommen hatten, all das verfolgten mich oft bis in den Schlaf. Einigen konnten wir gut helfen, vielen etwas, manchen gar nicht. … Auszug Ende

Besonders schwerwiegend erscheint die Beobachtung von E.Freisleben, dass jeder der geimpften Patienten sich nicht mehr wie er selbst fühle. Gegen Ende seiner Rede finden sich diese Sätze, Auszug Beginn: …. Etwas möchte ich euch Betroffenen mitgeben. Jeder von euch hat mir unabhängig voneinander den gleichen Satz gesagt: „Ich bin nicht mehr ich selbst.“ Tatsächlich, nach der Impfung funktioniert nichts mehr wie zuvor, nicht die Immunität, nicht das Nervensystem, nicht die Durchblutung, nicht der Puls, nicht die Körperwärme, nicht die Muskelkraft, nicht das Sehvermögen. … Auszug Ende

Oktober 2023: Dutzende von Professoren, nicht nur aus dem Fachbereich Medizin, sondern interdisziplinär, fordern in zwei offenen Briefen eine Aufarbeitung der Corona-Politik, ihrer medialen Darstellung und dem wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Umgang mit Corona

Multipolar 13.10.2023 M.Klöckner im Interview mit Prof. Pantel Menschenrechte und Menschenwürde wurden verletzt

Im zweiten Teil des Interviews geht es um das Thema Aufarbeitung der Zeit rund um Corona in Deutschland, ihrer medialen Darstellung, politischer Entscheidungen, fehlendem wissenschaftlichen Diskurs und weiterem.

Prof. Pantel auf die Frage, wie er zum Thema Aufarbeitung der Corona-Politik stehe: Leider wird dieser unumgängliche Schritt in der deutschen Öffentlichkeit bislang weitgehend vermieden. Ich bin Teil einer Gruppe von renommierten Wissenschaftlern aller Disziplinen die in einem offenen Brief eine echte Aufarbeitung jenseits von „es gab vielleicht ein paar Fehler, aber im Großen und Ganzen haben wir das doch super gemacht“ fordert. Ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung wäre die Einsetzung einer Enquete-Kommission durch den Deutschen Bundestag, in der die politischen Entscheidungen der letzten Jahre ergebnisoffen und ohne Rücksicht auf politische Empfindlichkeiten durchleuchtet werden. Dies betrifft nicht nur den Prozess der engeren politischen Entscheidungsfindungen, sondern auch die Verquickung dieses Prozesses mit medialen, wissenschaftsinternen und sozialen Dynamiken. Erst dadurch würde ein realer gesamtgesellschaftlicher Lernzuwachs ermöglicht, der einen Schutz vor ähnlich destruktiven Entscheidungen in Zukunft ermöglichen könnte. …

Multipolar frägt an späterer Stelle, warum die Forderungen umgesetzt werden sollten. Prof. Pantel: Eine echte Aufarbeitung wird es ohnehin irgendwann einmal geben. Sie ist unumgänglich. Wenn dies nicht jetzt geschieht, werden sich in ein paar Jahren die Historiker darum kümmern. 

Multipolar stellt weiterhin die Frage, was es bedeuten würde, wenn es nicht zur Aufarbeitung käme. Prof. Pantel: Dann hätte unsere gegenwärtige Gesellschaft die Chance verpasst, aus den gemachten Fehlern zu lernen und es in vielleicht schon sehr bald eintretenden analogen Situationen besser zu machen. Schwerer wiegt vielleicht noch die durch viele der drastischen Maßnahmen induzierte gesellschaftliche Spaltung, die ohne eine Aufarbeitung weiterhin toxische Wirkungen entfalten wird. Menschen wurden denunziert und ausgegrenzt, oder als Sozialschädlinge, Covidioten, Wissenschaftsleugner oder gar Rechtsextreme verunglimpft, nur weil sie nicht hundertprozentig auf der offiziellen Linie lagen. Das ist in der Geschichte der Bundesrepublik ein bisher einmaliger Vorgang. Dabei gab es schon damals auch wissenschaftlich gut begründete Einwände gegen den strikten Kurs der Exekutive. ….